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Es passiert immer mal wieder, dass es in einer langanhaltenden Beziehung zu Spannungen kommt. Eigentlich ist das völlig normal und sollte keine großen Probleme bereiten. Allerdings gibt es auch Fälle, in denen sich der Partner plötzlich zurückzieht und man nicht mehr an ihn herankommt.

Einmal in so eine Situation gekommen, ist es gar nicht mehr so leicht, da wieder gemeinsam herauszufinden. Vor allem dann nicht, wenn der Partner jeglichen Gesprächen aus dem Weg geht. Doch bedeutet es gleich das Aus der Beziehung? Nicht zwangsläufig! Es gibt durchaus Möglichkeiten, die Beziehung zu retten und zu einem harmonischen Zusammenleben zurück zu kehren. Doch das ist nicht ohne die Mitwirkung beider Parteien möglich!

 

Als erstes ist es wichtig herauszufinden, warum sich der Partner zurückgezogen hat und vor Allem, wie der Rückzug genau aussieht. Gehen wir davon aus, die Gespräche untereinander werden weniger, der Partner verschließt sich immer mehr und außer dem normal „Hallo“ und „Bis später“ wird kaum noch ein normales Gespräch geführt. Dann ist es höchste Zeit das Gespräch zu suchen. Wichtig ist hier, so wie in allen klärenden Gesprächen, dass man nicht in die „Du“ Kommunikation verfällt. Das bedeutet, dass man dem Partner keine Vorwürfe macht wie „Du redest nicht mehr mit mir! Du gehst mir aus dem Weg!“ usw. Denn das führt in den meisten Fällen nur dazu, dass sich der Partner weiter verschließt und distanziert.

 

Daher sollte immer die „Wir“ Kommunikation vorgezogen werden. Das bedeutet, du solltest das Gespräch damit beginnen, dass du ihn an die schönen Zeiten der Beziehung erinnerst. Du kannst ihm zum Beispiel Dinge sagen wie: „Kannst du dich noch an Situation XY erinnern? Wie schön es dort war? Wir haben die ganze Zeit gelacht und uns amüsiert. Ich denke gerne daran zurück.“

Mit dieser Methode wirst du deinem Partner ein Bild in den Kopf setzen können. Und zwar ein schönes Bild von einem wundervollen gemeinsamen Moment. Dann ist es wichtig, dass du die aktuelle Situation mit der damaligen vergleichst. Ungefähr so: „Ich denke immer gerne daran zurück. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir uns ein wenig voneinander distanziert haben und das finde ich sehr schade. Ich würde mich freuen, wenn es wieder so werden könnte wie früher. Ich würde gerne von dir Erfahren, was dich in der Beziehung stört und was wir oder ich besser machen könnte..“

Somit machst du ihm keinen Vorwurf, sondern gibst ihm Raum sich dir gegenüber öffnen zu können. In der Regel wird er dann auch ehrlich sagen, was ihn stört. Auch dann ist es wichtig, dass du dich nicht angegriffen fühlst und sofort zum Gegenschlag ausholst. Lasse das Gesagte auf dich wirken, denn dein Partner nennt dir grade die Gründe, warum er sich distanziert hat. Damit musst du umgehen können und in Ruhe darüber nachdenken. Denn, diese Dinge, die er dir nennt stören ihn. Du solltest es also ganz neutral betrachten und in dich gehen. Denn vielleicht hast auch du in der Beziehung etwas nachgelassen. Dann kannst auch du ihm sagen was dich in der Beziehung stört. Aber aufpassen! Immer in der „Wir“ Kommunikation bleiben! Zum Beispiel: „Ich finde es schade, dass wir nicht mehr so viel gemeinsam unternehmen wie früher.“ Dann fühlt auch er sich nicht angegriffen. Und nur, wenn ihr beide wisst, was in der Beziehung nicht so rund läuft, könnt ihr beide daran arbeiten.

Macht gemeinsam einen Aktionsplan, in dem ihr euch Ziele setzt und diese Schritt für Schritt umsetzt. Auch hier ist es wichtig, dass beide sich daranhalten und daran arbeiten.

Sollte der Fall eintreten, dass er auf das Gespräch überhaupt nicht eingeht oder Dinge sagt wie: „Warum? Es ist doch alles ok!“ oder „Mich stört nichts, alles gut!“ Dann sind die Möglichkeiten, die Beziehung noch zu drehen nicht mehr wirklich ausreichend, denn eine Beziehung kann nur gerettet werden, wenn beide Partner daran arbeiten und mitwirken.

Sollte er sich also einem solchen Gespräch entziehen oder nicht darauf eingehen, obwohl es klare Anzeichen gibt, dass etwas nicht stimmt, solltest du dich damit abfinden, dass die Beziehung keine Zukunft hat und dich trennen.

Klar, vielleicht denkst du jetzt: „Eine so lange Beziehung will ich nicht einfach aufgeben!“ Das tust du auch nicht, denn du hast alles in deiner Macht stehende getan, um die Beziehung zu retten. Wenn aber er sich weigert mitzuwirken, hat er sich schon mit dem Ende der Beziehung abgefunden und traut sich einfach nicht, es dir direkt zu sagen. Also solltest du diejenige sein, die dann einen klaren Schlussstrich zieht.